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Dr. Otto Marxer

Die kurze "braune Ära" des Sparkassenverbandes

03.09.1938

Nach dem "Ausscheiden“ von Dr. Menge als Verbandsvorsteher zum Jahresende 1937 übernahm zunächst der 64jährige Dr. Kurt Jerschke aus Kassel kommissarisch die Geschäfte des Verbandsvorstehers. Seine Amtszeit dauerte nur acht Monate bis zur Ernennung von Dr. Marxer am 3. September 1938.

Mit Dr. Marxer betrat ein radikaler und überzeugter Nationalsozialist die Bühne. Was den Mediziner – Marxer war promovierter Zahnarzt – für dieses Amt wohl „qualifiziert“ haben dürfte, war die Seilschaft mit dem Gauleiter und Oberpräsidenten von Hannover Viktor Lutze (1890-1943). Beide waren alte SA Kampfgenossen.

Ein kurzes Zwischenspiel


Die „braune Ära“ beim Niedersächsischen Sparkassenverband war jedoch auch von nicht allzu langer Dauer. Bereits 1939 zog Marxer als Hauptmann in den Krieg, eine Tätigkeit, die ihm sicher vertrauter und näher lag als die Verbandsarbeit.

Wie stark er im Verband wirkte und sich an den Geschäften beteiligte, ist schwer zu ermessen. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich in erster Linie um einen Versorgungsposten handelte. Belegt ist, dass er im Jahre 1938 eine Vorstandssitzung führte. Nach 1939 wurden die Geschäfte von seinem Vizepräsidenten Dr. Henricus Haltenhoff weitergeführt.

Kämpfer der ersten Stunde

Marxer hatte sich bereits im ersten Weltkrieg 1914 bis 1918 als Kriegsfreiwilliger gemeldet. Er kämpfte in den ersten Nachkriegsjahren mit einer eigenen Organisation gegen die „kommunistischen Aufstandsversuche“ in Niedersachsen. 1924 schloss er sich der NSDAP an und half beim Aufbau der „Bewegung“ in Osnabrück. Dort wurde er 1928 als NSDAP-Mitglied in den Stadtrat gewählt. Marxer stieg zum politischen Leiter der NSDAP auf, wurde SA-Sturmführer und wirkte aktiv bei der Machtübernahme in Osnabrück mit.

1933 war er in Hannover, berufen durch den Obersten SA-Führer Viktor Lutze, der zu dieser Zeit Polizeipräsident der Direktion Hannover war. Marxer erhielt dann seine „Berufung in die Oberste SA-Führung“ nach München, wo er das „Personalamt verwaltete“. Im Herbst 1934 wurde er zum „SA-Gruppenführer und Stabsführer in der Obersten SA-Führung“ ernannt. In dieser Zeit war er auch kurzfristig Chef der Gestapo. Unklar ist dennoch, welcher Beschäftigung Marxer bis zum Zeitpunkt seiner Ernennung zum Verbandsvorsteher genau nachgegangen ist.

Verband ohne Führung

Marxer war seit November 1938 ein Vizepräsident zur Seite gestellt worden. Das Amt übernahm mit Erlass des Reichswirtschaftsministers der neue Oberbürgermeister von Hannover Dr. Henricus Haltenhoff, ein ebenfalls strammes NSDAP-Mitglied. Nach 1939 führte er in Abwesenheit Marxers die Geschäfte bis zu seinem „Rücktritt“ im April 1942. Ihm war „Judenfreundlichkeit“ unterstellt worden.

Ende 1942 fiel Marxer an der Ostfront. Bis zur Ernennung des Landeshauptmann Dr. Ludwig Gessner zum nebenamtlichen Verbandsvorsteher im Juli 1943 war der Verband ohne Verbandsvorsteher und ohne Stellvertreter.

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